Ernährung

Das Zuckerfrei – Experiment: Woche 4

Endlich wieder eine erfolgreiche Woche! Das Durchhalten hat sich gelohnt – juhu.

Zuckerfrei in Woche 4

Ich habe eine ganze Woche lang zuckerfrei gelebt – bis auf die Trockenfrüchtepartikel im Chufli-Frühstücksbrei und 2 Äpfel. Mir geht es gut und endlich purzeln auch wieder ein paar Gramm. Wobei das vielleicht auch daran liegt, dass ich meinen geliebten Rahmjoghurt weggelassen habe.

In meiner Zuckerfrei-Bibel „Goodbye Zucker“ wird in Woche 4 die Berechnung des Zuckerkonsums erklärt. Wir sollen uns ausrechnen wieviele Teelöffel Zucker wir vor dem Zuckerfrei-Programm zu uns genommen haben. Wie geht das?

Den Zuckerkonsum berechnen

  1. Auf den Lebensmitteletiketten nach dem Zuckergehalt pro Portion schauen
  2. Angegebene Anzahl durch 4 Teilen, um die Anzahl der Teelöffel zu erhalten
  3. Bei Vollmilchprodukten den Wert bei 100g/ml um 4,7 g verringern. Dieser Anteil ist Laktose, also Milchzucker

Zuckergehalt auf einen Blick

1 Glas Fruchtsaft = 8-12 Teelöffel

1 Rosinenbrötchen = 6-7 Teelöffel

1 Früchtemuffin = bis zu 11 Teelöffel

1 Portion Tomatensauce = 1-2 Teelöffel

1 Becher Fruchtjoghurt = bis zu 6 Teelöffel

Ich habe nie nachgerechnet wieviel Zucker ich vor dem Programm pro Tag zu mir genommen habe. Aber da ich mindestens 1 Muffin oder Schoki oder sonst irgendwas extrem zuckerhaltiges gegessen habe, dazu noch die ganzen versteckten Zucker, waren es sicher 20-30 Teelöffel pro Tag.

Rosinenbrötchen - nicht zuckerfrei

Rosinenbrötchen, 6-7 Teelöffel Zucker

Aus biologischer Sicht – schreibt Sarah Wilson – verträgt unser Körper etwa 5-6 Teelöffel Zucker pro Tag. Das entspricht der Menge von zwei Stück Obst. Puh, das ist ganz schön erschreckend!

Halbzeit des 8 Wochen Programms

Ich habe mittlerweile tatsächlich wieder mehr Gleichgewicht in mein Essverhalten gebracht. Je weniger Zucker ich esse, desto weniger Heißhungerattacken, desto weniger riesen Portionen, desto weniger schlechte Laune. Je gesünder ich mich ernähre, umso mehr Energie habe ich. Im Moment habe ich manchmal das Gefühl vor Energie zu surren. Und das, obwohl ich alle 2-3 Stunden füttern muss und seit über vier Monaten nicht mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen habe.

Gesund ist das neue Schlank

Hier meine Top 3 Gesundheitsthemen der Woche:

Quinoa

Quinoa ist lecker und eine großartige Ergänzung zu den gängigen Beilagen wie Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Dabei Quinoa hat jede Menge gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien.

Quinoa gemischt und gekochtDer Samen stammt aus Südamerika und steht dort seit ca. 6000 Jahren auf dem Speiseplan. Er enthält essentielle Aminosäuren, ist glutenfrei und hat den doppelten Eiweißgehalt von Reis.

Quinoa ist außerdem basisch. Viele Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, lassen den Körper sauer werden. Übersäuerung des Körpers führt zu Unwohlsein bis hin zu Krankheiten. Zu den sauer machenden Lebensmittel zählen die meisten Fleischsorten, Kaffee und auch Zucker! Quinoa dient als basisches Lebensmittel dazu, den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen.

Desweiteren beinhalten die Samen eine große Menge Magnesium, die, zusammen mit der basischen Wirkung, Blutfettwerte und Blutdruck senken.

Durch den niedrigen glykämischen Index, lässt Quinoa den Blutzucker nur langsam ansteigen. Das verhindert sowohl Heißhungerattacken, verringert aber auch das Diabetesrisiko.

Die vielen Ballaststoffe und komplexen Kohlehydrate, die langsam verdaut werden, haben eine positive Wirkung auf die Darmtätigkeit.

Zusätzlich schmeckt uns Quinoa einfach gut. Am liebsten mische ich leckere Gemüsesorten darunter und ein bisschen Feta. Das ist gesund, schmeckt und hält lange satt.

Ölziehen mit Kokosöl

Kokosöl ist meine neue Allzweckwaffe im Haushalt. Ich habe einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben, schaut gerne mal rein https://trippingtribe.de/wundermittel-kokosoel-was-ist-wirklich-dran/.

Kokosöl DM

Eine Sache, die ich wieder in mein tägliches Pflegeprogramm aufgenommen habe, ist das Ölziehen. Es stammt aus der ayurvedischen Lehre und dient zur Bekämpfung von Viren und Bakterien, die über den Mund- und Rachenraum in den Körper gelangen. Klassischerweise wird Sesamöl verwendet, man kann aber auch Kokosöl nutzen, welches mir geschmacklich lieber ist.

Wie funktioniert Ölziehen?

Öl zieht man morgens und völlig nüchtern. Die Bakterien, die sich über Nacht im Mundraum angesammelt haben, sollen weder durch Nahrung noch durch Flüssigkeitszufuhr in den Organismus gelangen.

Zuerst reinigt man die Zunge mit einem Zungenschaber. Ich nutze ein günstiges Plastikmodell von DM. Anschließend nehme ich einen gute gehäuften Teelöffel Kokosöl, welches bei Raumtemperatur in fester Form ist. Das Öl wird im Mund sofort flüssig.

Ich ziehe und kaue das Öl, versuche es in alle Zwischenräume zu bekommen. Dieser Vorgang soll ca. 20 Minuten dauern, damit die Substanz in alle Zahnfleischtaschen gelangen und dort die antibakterielle Wirkung entfalten kann.

Anschließend das Öl komplett ausspucken. Ich spucke es in ein oder zwei Zewa-Tücher und werfe diese weg. Dann mit warmen Wasser einige Male den Mund spülen und alles ausspucken. Zum Schluß Zähne putzen, am besten mit einer milden ayurvedischen Zahncreme.

Ölziehen wird im Kampf gegen alle möglichen Krankheiten angepriesen. Mir erscheint die Wirkung im Bereich der Mundgesundheit am einleuchtendsten. Ölziehen soll gegen Mundgeruch, Zahnfleischbluten und Karies helfen. Ich habe seit Jahren eine chronische Paradontose, die sich nur schwer im Zaum halten lässt. Aber bereits nach ein paar Tage Ölziehen, verbunden mit gesunder Ernährung ohne Zucker, spüre ich eine deutliche Besserung.

Ob Ölziehen tatsächlich bei Migräne, Artrithis und Herzkrankheiten hilft, da streiten sich die Geister. Und wer bin ich zu entscheiden, was richtig oder falsch ist. Wenn Euch das Ölziehen interessiert, dann probiert es einfach aus und seht, ob es Euch gut tut.

Matcha

Matcha Tee ist mein neuer Ersatz für den Kaffee zum Frühstück. Ich trinke immer noch Kaffee, allerdings nicht mehr literweise und nicht schon vor dem ersten Bissen. Mein Magen dankt es mir!

Matcha Tee BeginnersMatcha Tee besteht aus den gemahlenen Blättern des grünen Tees. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grüntee lässt sich auf den Matcha übertragen. Er schmeckt außerdem lecker und macht fit für den Tag. Im Matchatee ist Koffein enthalten, welches aber, im Gegensatz zum Kaffee, erst im Darm freigesetzt wird und deshalb bekömmlicher für den Körper ist.

Matcha enthält die Aminosäure Theanin, Proteine, Calcium, Eisen und jede Menge anderer wichtiger Gesundheitslieferanten.

Mir schmeckt der Tee, weil er mild ist, im Gegensatz zum Grüntee. Matcha Tee Set

Ich liebe die Zubereitungszeremonie! Mit einem kleinen Bambuslöffel nehme ich ca. 1 gramm des Matchaextrakts und fülle es in meine Trinkschale. Dann gieße ich 80 Grad warmes Wasser darauf und rühre den Tee ca. 30 Sekunden mit dem typischen Matschabesen auf.

Ich bin zur Zeit tatsächlich extrem fit, glaube aber, dass das nicht allein dem Matcha zu verdanken ist. Die gesamte Umstellung meiner Lebensweise wird dafür verantwortlich sein.

Stand Woche 18 nach Entbindung:

  • Noch 3,6 Kilo bis zum Gewicht vor der Schwangerschaft
  • Noch 8,1 Kilo bis zum Wohlfühlgewicht
  • Noch 18,1 Kilo bis zum „Ich bin die geilste Sau der Welt“ Gewicht

Vorschau

Nächste Woche werde ich Euch von meinen neu gewonnenen und wieder aufgelebten Pflegeritualen berichten. Ich freue mich, wenn Ihr weiterhin fleißig lest.