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Die ultimative Reiseapotheke der alternativen Heilmittel

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Die ultimative Reiseapotheke der alternativen Heilmittel

Du planst die Welt zu bereisen oder als digitaler Nomade in Asien, Südamerika oder Australien zu leben und zu arbeiten? An irgendeinem Punkt Deiner Vorbereitungen wird Dich das Thema „Gesundheit“ beschäftigen. Du wirst Dir die Frage nach Impfungen und einer Reiseapotheke stellen.  Für konventionelle Medikamente fragst Du am besten bei Deinem Hausarzt, Tropenmediziner oder bei der Apotheke Deines Vertrauens nach.

Aber vielleicht bist Du auch kein Freund von zu viel Chemie und künstlichen Stoffen in Deinem Körper, dann habe ich hier ein paar Tipps für Dich.

Input = Output

Der erste und wichtigste Schritt, um auf Reisen gesund zu bleiben, ist ein gutes Immunsystem. Ein stabiles Immunsystem basiert auf einer nährstoffreichen Ernährung. Ich habe festgestellt, dass eine hauptsächlich pflanzenbasierte Essweise ohne Gluten mir am besten tut. Falls Dich das Thema näher interessiert schau mal rein bei: Richtig essen , geiler leben: Was ich auf meinen Reisen über Ernährung gelernt habe.  

Ansonsten ich nur sagen, dass Du alles was Du Deinem Körper antust wieder zurückbekommst. Das fängt beim Kater nach zu viel Bier bei der Strandparty an und hört bei schwerwiegenden Krankheiten wie Diabetes und Krebs auf. Nein, ich will Dich nicht runterziehen und glaub mir, ich habe mehr als einen Hangover erlebt. Aber es gibt einfach nichts geileres, als morgens bereits voller Energie aus dem Bett zu springen und gesund zu sein. Damit das funktioniert, ist es essenziell Deinen Körper zu pflegen und ihn gesund zu ernähren. Vielleicht ist der wichtigste Bestandteil Deiner Reiseapotheke also gar nicht unbedingt im Rucksack oder Koffer, sondern liegt zwei bis dreimal am Tag vor Dir auf dem Teller.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Als ich angefangen habe mit dem Reisen, wollte ich alles auf einmal erleben. Ich habe viel zu schnell die Orte gewechselt, habe mich ständig unter Druck gesetzt, mit Planung und Organsation und habe irgendwann immer die Quittung bekommen. Entweder war ich erkältet, hatte eine Blasenentzündung oder bekam einen Magen-Darm-Infekt. Der Körper verlangt Pausen und macht massiv Druck, wenn Du ihm diese nicht gibst. Neben der Ernährung ist es deshalb auch echt wichtig, dass Du gut auf Dich aufpasst und auf Deinen Body hörst. Er sagt, Dir wann er verspannt ist und Schlaf oder eine Massage braucht. Er sagt Dir auch, wenn es genug mit Billighostel ist und Du Dir einfach mal eine Nacht in einem schönen Resort mit dicken Matratzen gönnen solltest. 

Okay, Du willst jetzt endlich wissen, was welche Hausmittel Du Dir besorgen sollst, damit Du auf Reisen versorgt bist, wenn der Ernstfall eintrifft?

Reiseapotheke der alternativen Heilmittel

Der schöne Spruch, dass gegen jedes Leid ein Kraut gewachsen ist, ist wahr. Ich will hier aber kein Lexikon der Naturmedizin erstellen, deshalb habe ich nur die wichtigsten Mittelchen für gängige Beschwerden unterwegs aufgelistet. 

1. Magen-Darm-Infekte (engl. gastro-intestinal disease, diarrhea)

Kein besonders appetitliches Thema, aber ein sehr wichtiges. Früher oder später trifft es normalerweise jeden Reisenden, dass er sich den Magen verdirbt oder schlichtweg unbekannte Nahrungs- und Würzmittel nicht verträgt. Oft sorgt einfach schon ein Curry mit reichlich Chilli dafür, dass der Bauch beleidigt ist. 

Auch wenn ein Magen-Darm-Infekt unangenehm ist, in den allermeisten Fällen ist der Spu(c)k nach ein paar Stunden wieder vorbei. Mit Durchfall und Erbrechen reinigt sich der Körper von schlechten Lebensmitteln und Dingen, die er nicht verträgt. Lass ihm Zeit, bevor Du mit der Chemiekeule hantierst. Versorge Dich mit ausreichend Flüssigkeit. In den Tropenregionen wirkt der Saft einer jungen Kokosnuss wahre Wunder. 

Kohletabletten (engl. Charcoal)

Bei Durchfall und vermuteten Lebensmittelvergiftungen solltest Du auf Kohletabletten zurückgreifen. Die medizinische Kohle saugt alle unerwünschten Stoffe aus dem Körper auf und scheidet sie aus. KEINE PANIK, wenn das, was hinten raus kommt eine sehr dunkle bis schwarze Farbe hat. Das ist die Kohle, die wieder ausgeschieden wird, alles völlig harmlos. Da es sich bei  Kohletabletten um ein natürliches Produkt handelt, können auch Schwangere, Stillende und sogar Kinder das Mittel einnehmen. Ob Säuglinge die Tabletten verabreicht bekommen sollen, darüber streiten sich die Geister. Ich habe es ehrlich gesagt bei unserer Tochter bis zu einem Jahr nicht getan. 

Probiotische Bakterien (engl. Probiotics)

Nach überstandenem Infekt ist häufig das bakterielle Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt gestört. Probiotika sind die „guten“ Bakterien, die Dir dabei helfen wieder Stabilität in Dein Verdauungssystem zu bekommen. 

Du kennst sicherlich die gesunden Bakterien im Joghurt, die Deine Darmflora unterstüzen – genau das sind Probiotika. Nun brauchst Du nicht kiloweise Joghurt zu essen, um wieder fit zu werden. Besorg Dir einfach die entsprechenden Tabletten, zum Beispiel diese hier: 

Verstopfung (engl. Constipation)

Ich kenne viele Reisende, bei denen unterwegs erst einmal gar nichts mehr geht. Falls Du auch zu den Verstopfungsgeplagten gehörst, dann pack Dir Flohsamenschalen ins Gepäck. Das kannst Du Dir in Wasser, Tee oder Joghurt mixen und mit viel Flüssigkeit zu Dir nehmen. Die Darmtätigkeit wird angeregt und Du kannst wieder ganz normal zur Toilette gehen. 

2. Fieber (engl. fever)

Besorge Dir für die Reiseapotheke ein Fieberthermometer. Das kann besonders in abgelegeneren Gegenden der Welt nicht schaden, wenn man nicht das gleiche Teil im Mund haben möchte, wie vorher das gesamte Dorf. Genauso wie Durchfall ist Fieber eine Selbstheilungsmaßnahme des Körpers. Die erhöhte Temperatur soll schädliche Viren und Bakterien abtöten. Solltest Du keine extrem hohe Temperatur haben, dann versuche das Fieber zunächst einmal etwas auszuhalten. Gönne Dir Ruhe und trinke ausreichend.

Auch bei Kindern sind höhere Körpertemperaturen kein Problem, solange die Kleinen ausreichend Trinken und nicht zu schlapp sind. Ein hilfreicher Artikel zum Thema „Mein Kind hat Fieber“ stammt von Dr. Johanna Havran. Ich habe mich dieses Jahr für ein Fieberthermometer, das im Ohr misst entschieden. Es funktioniert erstklassig und meine Tochter liebt das Teil.

Falls Du alleine reist, dann gib im Guesthouse oder bei den Nachbarn Bescheid, dass jemand nach Dir schaut. Überprüfe regelmäßig Deine Temperatur, sollte Sie ansteigen, Du Dich sehr schlecht fühlen und Übelkeit sowie Erbrechen dazukommen, dann gehe sofort zum Arzt. Wenn das Fieber über mehrere Stunden anhält, dann solltest Du zur Sicherheit ebenfalls den Fachmann aufsuchen.

Ein extrem erfolgreiches Hilfsmittel bei Fieber sind Wadenwickel. Nimm zwei Handtücher und tränke sie in lauwarmes Wasser. Schlinge es um Deine Waden und decke sie mit einem trockenen Handtuch ab. Du kannst bis zu einer Stunde so liegen bleiben. Nach ca. 20 Minuten sollte Deine Temperatur bereits etwas zurückgehen. 

3. Antibiotika (engl. antibiotics)

Falls Du ein natürliches Antibiotikum mit auf den Trip nehmen willst, dann schau am Besten mal meine Empfehlungen hier an. Ich persönlich habe Oregano und Kolloidales Silber in der Reiseapotheke, um damit bakterielle Infekte zu behandeln. Diese beiden natürlichen Heilmittel haben mich bei meiner Recherche besonders überzeugt. 

Wenn Du lieber auf die klassischen Antibiotika zurückgreifst, dann findest Du die fast überall auf der Welt problem- und rezeptlos. Deshalb brauchst Du die nicht vorab kaufen. 

4. Insektenstiche (engl. insect bites)

Gerade in asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Ländern können Mücken richtig ungemütliche Krankheiten wie Dengue und Malaria übertragen. Nachdem ich 2012 einen Deutschen getroffen habe, der an Dengue erkrankt war, ist mein Respekt vor Insekten enorm gestiegen. Ich habe keine Panik vor Mücken, aber nutze verschiedene Schutzmaßnahmen. 

Je nachdem wie einfach Deine Unterkünfte sein werden, solltest Du Dir überlegen, ob Du vielleicht ein Moskitonetz mit nimmst. Ich hatte mehrfach welche im Gepäck und konnte sie manchmal gut brauchen. In vielen Guesthäusern gibt es die Teile allerdings bereits. Du kannst im Notfall auch vor Ort Moskitonetze zum günstigen Preis kaufen, allerdings sind diese meist viel dicker und weniger luftdurchlässig als zum Beispiel dieses:


Bei der Form der Moskitonetze stehe ich überhaupt nicht auf die Exemplare mit dem kleinen Ring, sondern auf rechteckige wie oben im Bild. Meiner Meinung nach sind sie viel sicherer, weil sie einen guten Raum bilden. Die Teile mit dem Reifen kommen aufgrund ihrer Form meist irgendwo mit der Haut in Berührung und die aggressiven Blutsauger stechen einfach hindurch. Das ist kein Ausnahmefall, sondern passiert mir mit dem Reifennetzen mehrfach pro Nacht.

Zusätzlich gibt es auch natürliches Mückenspray auf Basis unter anderem von Citronella. Leider bin ich nicht wirklich überzeugt von den Biosprays. Sie müssen ständig aufgefrischt werden und ich mag den Geruch nicht. Wir ziehen uns deshalb besonders in der Dämmerung immer mit Socken und langer, luftiger Kleidung an. Sollte es mal ganz schlimm sein verwende ich immer ein örtliches Mückenmittel, die funktionieren gut und sind preiswert zu bekommen. 

Solltet Ihr gestochen worden sein, dann helfen Tigerbalsam und Teebaumöl gut. In Asien bekommst Du Tigerbalm in jedem Supermarkt zu einem günstigen Preis,  den brauchst Du vorab nicht zu besorgen. Wenn auch nicht jedermanns Sache – Deine Spucke hilft im Kampf gegen den Juckreiz wunderbar und völlig kostenlos.

Sonnenschutz

Wir verwenden keine Sonnencreme und meine Tochter hatte selbst als Baby in Indien nie Sonnenbrand. Das liegt daran, dass wir nie stundenlang an Stränden oder unter freiem Himmel abhängen. Das geht bei 49°C, wie wir sie in diesem Jahr in Rishikesh hatten, auch gar nicht. Ein natürliches Mittel mit einem geringen Sonnenschutzfaktor von 2-4 ist Kokosöl. Das benutzen wir sowieso gerne zur Pflege und nehmen den zusätzlichen Schutz gleich mit. Falls Du in Länder reist, in denen Kokospalmen wachsen, dann gibt es das Öl günstig vor Ort zu erwerben. Kopf- und Schulterbedeckung sind notwendig, vor allem wenn Du viel unterwegs bist. Solltest Du ein sehr heller Hauttyp sein und Dich viel unter direkter Sonneneinstrahlung bewegst, dann besorg Dir eine gute Creme mit Lichtschutzfaktor aus dem Bioladen. 

Wenn Dich die Sonne dennoch einmal etwas zu heftig geküsst hat, kannst Du mit Aleo Vera behandeln. Entweder Du besorgst Dir vor Ort eine frische Pflanze. Auf Bali wachsen sie wild oder Du kannst Teile auf dem Markt kaufen oder Du bringst ein pflegendes Aloe-Vera-Gel mit. 

Was ist mit Schmerzmitteln?

Bei Prellungen hilft Arnikasalbe, Zinksalbe kannst Du zur Wundbehandlung einsetzen – aber was ist mit Bauchkrämpfen, Zahn-, Rücken- und Kopfschmerzen? Es gibt dafür auch natürliche Mittel, beispielsweise Weidenrinde. Ich verwende kaum Schmerzmittel und nehme vielleicht 1 – 2 Tabletten pro Jahr, wenn ich ausnahmsweise unter starken Beschwerden leide. Dafür nutze ich die Schulmedizin. Seit einigen Monaten lebe ich alleine mit einem Kleinkind, falls es mir schlecht geht, muss ich soweit funktionieren, dass ich das Kinde versorgen und mich zum Arzt schleppen kann. Also habe ich für den Notfall Paracetamol und Aspirin im Gepäck.

Solltest Du häufig unter Schmerzen leiden, dann gehe der Sache auf den Grund. Ich finde, dass echt viele Leute permanent zu Kopfschmerztabletten etc. greifen. Warum haben sie so oft Beschwerden? Wie oft treten normalerweise pro Jahr Schmerzen auf? Falls Du oft geplagt bist, macht es bestimmt Sinn eine natürliche Alternative zu Paracetamol etc. zu finden. Falls Du eine gute Empfehlung hast, dann immer her damit.

Vorbeugung von Erkältungen

Ich reise übrigens immer mit meinem Neti Pot. Die kleine Nasendusche gibt es aus verschiedenen Materialien. Meine habe ich günstig in Indien gekauft und mache damit fast täglich eine Nasendusche. Seitdem ich eine richtig böse Nebenhöhlenentzüdung hatte, schwöre ich auf mein Neti zur Vorbeugung von Schnupfen. Übrigens sorry an alle, die ich früher für ihre Sinusinfektionen belächelt habe, die Nebenhöhlenentzündung war eine echt krasse Erfahrung, die ich keinem wünsche. 

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Deine Liste zur Reisevorbereitung als Download

Vielleicht bist Du auch so ein großer Freund von To-do-Listen wie ich, dann kannst Du Dir mein Dokument für die Reiseapotheke herunterladen und abhaken, was bereits erledigt ist. Sozusagen eine Ta-da-Liste -> hier zur Einkaufsliste für Deine Reiseapotheke

Last but not least solltet Ihr noch einen kleinen Erste-Hilfe-Kasten im Gepäck haben, mit diesem sind wir ganz zufrieden: