Unser Alltag

Erster Brei, Stilldrama und ein Städtetrip

Die letzte Woche war aufregend, vollgestopft mit neuen Erlebnissen und auch einem kleinen Drama.

Städtetrip nach Regensburg

Am alten Rathaus in Regensburg

Am Sonntag starteten wir zu unserem Städtetrip nach Regensburg mit einer Übernachtung im Mercure Hotel Regensburg. Das Auto war wieder bis unters Dach bepackt, auch wenn ich diesmal viel weniger mitgenommen habe, als beim ersten Mal. Schon allein weil Kokosöl alle unsere Cremes und Haarpflegeprodukte ersetzt.

Auf etwa Hälfte der Strecke kehrten wir ein und aßen ein leckeres Rührei. Ich genehmigte mir den größten Kaffee des Hauses, Schlafmangel ist immer noch mein ständiger Begleiter. Hippo bestaunte neugierig die Umgebung und anderen Gäste. 

Gegen 12 Uhr kamen wir im Hotel an. Ich wurde leicht unfreundlich darauf hingewiesen, dass wir schon sehr früh dran seien. Das Zimmer sei noch nicht geputzt und man könne mir auch nicht sagen, wann es sauber sei. Um 15 Uhr sei schließlich offizieller Check-in. Bähm – in my face!  

Leute, der Ton macht die Musik! Mir war durchaus klar, dass das Zimmer noch nicht fertig sein könnte. Wir haben freundlich nachgefragt, weil ich schon oft erlebt habe, dass man früher ins Zimmer kann. Eine höfliche Antwort wäre schon zu erwarten gewesen, gerade wenn man mit Baby anreist.

Naja, kurzerhand fuhren wir in die Altstadt – ich stillte das Baby noch schnell im Auto. Wir spazierten mit einer entspannten Hippo fast 4 Stunden durch das wunderschöne Regensburg. Ich habe hier studiert und liebe diesen historischen Ort. 

Blogger bei der Arbeit in Regensburg

Gegen Abend konnten wir ins Zimmer und man hatte uns sogar ein Babybett bereit gestellt. Wir ließen uns Essen aufs Zimmer kommen. Hippo lag mit einem ängstlichen Blick im Bettchen und wollte nicht schlafen. Normalerweise liegt sie bei uns mit im Bett und hat nie Einschlafprobleme (Durchschlafen ist ein anderes Thema).

In dem ungewohnten Bettchen lag sie mit roten Bäckchen und lächelte weinerlich jedesmal wenn wir den Kopf rüber streckten. Arme Maus! Ich konnte sie dann doch in den Schlaf singen und alles war paletti. Obwohl ich manchmal durchaus das Gefühl habe, dass sie sich schlafend stellt, um endlich meinen Gesang zu stoppen.

Nächster Morgen – Treffen mit einer Freundin aus dem Studium und ihrem Kind bei IKEA. Hier gibt es eine top Spielecke, kostenlosen Babybrei, Mikrowelle, ein Wickelzimmer mit Stillgelegenheit und Kaffee-all-you-can-drink. Allerdings sind die Becher mini – was mich permanent zum Automaten rennen lies.

Dennoch war ich überwältigt! Also, entspannter geht es für Mütter eigentlich überhaupt nicht. Für mich ist das Stillen in der Öffentlichkeit immer noch nichts erstrebenswertes. Bei IKEA in Regensburg gibt es einen gemütlichen Sessel hinter einem Vorhang, wo man ganz in Ruhe sein Kind versorgen kann. Das ist Mega – IKEA, I love you!

Erster Brei für Hippo

Die Utensilien für den ersten Brei

Endlich konnte ich mich dazu überwinden Hippo Essen anzubieten. Ich stille mittlerweile sehr gerne, aber das Kind ist an Essen interessiert und die Kinderärztin hat mir schon längst dazu geraten. Hierzu gibt es allerdings ernstzunehmende, kritische Stimmen, die meinen, dass das ganze Getue der Kinderärzte in Bezug aufs Essen durch die Babybrei-Industrie gepusht wird.

Der erste Versuch war Pastinake mit Möhre, der zweite Versuch Möhre pur. Beide Male ließ sie den Brei relativ lange im Mund, verzog das Gesicht und schob ihn in kleinen Paketen wieder heraus. Als sie mich dann neidisch mein Chufli-Frühstück essen sah, ließ ich sie probieren. Tatsächlich kam eine völlig andere Reaktion, sie mampfte fröhlich und schluckte den Getreidebrei. Genauso übrigens erging es uns mit meinem leckeren Rahmjoghurt, den aß sie direkt aus dem Kühlschrank und hatte Spaß dabei.

Ich gebe aber das Gemüse nicht auf und versuche es weiterhin. Hab uns heute einen Stabmixer besorgt, damit wir alles schön sämig bekommen, vielleicht schmeck es dann besser.

Wir tragen jetzt Größe 74

Die breaking News der Woche – ich habe mich endgültig von Größe 68 verabschiedet.

Irgendwie quetsche ich immer viel zu lange das Kind in zu kleine Kleider. Ich drücke die Windeln zusammen, dass sich die Bodys schließen lassen, wir tragen Jacken nur noch offen und haben die Fersen der Strumpfhosen in etwa Mitte der Füße. Das ist keine Absicht, irgendwie raffe ich es nur lange nicht, dass wir zur nächsten Größe wechseln sollten. Aber jetzt ist es soweit. Am Wochenende sortiere ich die restlichen 68er Klamotten aus und bringe sie nächste Woche zurück. Ich habe eine ganz liebe Freundin, die mir immer die super schöne Kleidung ihrer Kids überlässt.

Wir trage jetzt Größe 74

Juhu, ab Ende nächster Woche habe ich wieder eine komplett neue Gardarobe für Hippo. She is a Fashionista!

Stilldrama

Ein kleines Drama ereignete sich auch noch in dieser Woche. In letzter Zeit habe ich relativ wenig gegessen und langsam ist das bei der Milchproduktion spürbar. Für meine 4-Stunden-Schicht am Mittwoch Nachmittag hatte ich lediglich ein Fläschchen mit 120 ml Milch. Ich war leicht unruhig, hoffte aber das Beste.

Um 16:30 Uhr bekam ich die Message, dass Hippo gerade ihr Fläschchen geleert hätte. Erleichterung pur, weil sie dann normalerweise für weitere 3 Stunden versorgt ist. Pünktlich um 18 Uhr verließ ich das Reisebüro und war so beruhigt, dass ich meine Mutter anrief und einen kurzen Spaziergang unternahm. Gegen 18:50 Uhr kam ich fröhlich und entspannt zuhause an, schloß die Haustüre auf und vernahm das hysterische Brüllen meiner Kleinen.

Ich spurtete die Treppe hoch. Vater und Kind waren völlig aufgelöst. Hippo hatte ganz verquollene Augen und Mr. Milega warf mir nur einen bösen Blick zu. Die Schubläden mit Milchpulver standen drohend offen und starrten mich vorwurfsvoll an. Wir haben das Fertigzeug nur für den Notfall zuhause, aber noch nie benutzt. Mein Partner und ich legen viel Wert auf gesunde Ernährung und frische Nahrungsmittel, wir wollen unserem Kind kein Milchpulver geben, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Jedenfalls stillte ich das Kind sofort und Hippo strahlte mich nach ein paar Minuten aus geschwollenen Äuglein an.Sie hatte das Drama schon wieder vergessen.

Ab sofort lege ich einen Vorrat an eingefrorener Milch an, danke für diesen Tipp! Außerdem habe ich wieder Rahmjoghurt gekauft und versuche mit ganz viel gesunden Fetten die Milchproduktion anzuregen. Mir taten Hippo und Hippo-Dad echt leid und ich will so eine Situation künftig vermeiden.

Ausblick auf nächste Woche

So, das war es für diese Woche. Jetzt kommt ein – hoffentlich – entspanntes Wochenende.

Am Dienstag ist mein Scheidungstermin, dazu gibt es sicherlich wieder eine interessante Geschichte!

Ich wünsche Euch eine gute Zeit und freue mich über Kommentare, „Likes“ und das Teilen meiner Artikel.