Kombucha - ganz leicht selbst gemacht
Gesundheit

Kombucha – ganz leicht selbst gemacht

Mein Kombucha ist fertig und verköstigt. Jetzt kann ich Euch berichten.

Kombucha – selbstgemachter, fermentierter Erfrischungsdrink

Kombucha ist ein Gärgetränk, das durch Fermentierung gesüßten Tees mit dem sogenannten Kombucha-Pilz hergestellt wird. Es ist fein moussierend und schmeckt ein wenig süßsauer und gärig. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kombucha).

Vor einiger Zeit hatte ich mir den Kombucha-Pilz bestellt und dann das Getränk angesetzt. Das funktioniert wie folgt:

Anleitung für Kombucha

Kombucha Rezept

Ein paar zusätzliche Tipps

Als Tees zur Fermentierung eignen sich zum Beispiel Darjeeling Grün, China Sencha, China Chun Mee, Earl Grey, Mate Tee, Pai Mu Tan etc. Du kannst aber auch Deinen Lieblingstee mit einem Grün- oder Schwarztee mixen und die Mischung verwenden. Finger weg von aromatisierten Tees, die können den Kombucha Pilz schädigen.

Als Zuckerart kannst Du Rohrzucker, Vollrohrzucker und weißen Zucker nehmen. Mit Honig funktioniert die Gärung leider nicht.

Kombucha - Abfüllung in eine hübsche GlasflascheBei der Kombucha-Herstellung ist auf absolute Hygiene zu achten. Halte alle Löffel, Gefäße etc., die mit dem Pilz in Berührung kommen, sauber. Wasch alle Gegenstände gründlich mit Spülmittel und spül mit warmen Wasser nach. Auch Spüli-Reste und Klarspüler mag der Pilz nämlich überhaupt nicht.

Der Pilz kann in der Gärflüssigkeit entweder oben schwimmen oder auf den Boden sinken – beide Verhaltensweisen sind normal. Sinkt er auf den Boden, dann wächst an der Teeoberfläche ein neuer Pilz. Schwimmt er oben, dann wächst er dort weiter.

Zum Abdecken des Gefäßes habe ich eine saubere Mullwindel verwendet. Beim Kombucha wird Sauerstoff zur Fermentation benötigt, weshalb die Abdeckung des Glases unbedingt luftdurchlässig sein muss. Außerdem ist es wichtig, dass Ihr das Gefäß während der Gärung in Ruhe stehen lasst.

Gesundheitliche Wirkung

Oft wird Kombucha eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben, die allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Die Milchsäurebakterien, die bei der Gärung entstehen, sollen einen positiven Einfluss auf die Darmflora haben. Das scheint mir einzuleuchten.

Einen eher negativen Effekt hat der hohe Zuckeranteil. Der Pilz ernährt sich zwar vom Zucker und dem im Tee enthaltenen Stickstoff, aber dennoch muss man den Zuckeranteil im Auge behalten. Für Diabetiker kann ich das Getränk definitiv nicht empfehlen. Ansonsten schadet ein Glas hin und wieder sicherlich nicht.

Meine Experiment

Kombucha PilzMir gruselte es ein wenig vor dem runden Pilz und wir sind immer noch keine großen Freunde – obwohl ich ihn Berni getauft habe, was doch sehr freundlich klingt, oder? Ich habe den vollen 14tägigen-Gärungsprozess durchgezogen. Das Getränk ist ziemlich sauer geworden. Mich erinnert es an Apfelessig. Apfelessig kann ich leider überhaupt nicht ab, weshalb ich von meinem ersten Kombucha-Ergebnis nicht sonderlich angetan bin.

Allerdings habe ich festgestellt, dass ich Kombucha nicht nur trinken kann. Er lässt sich zum Marinieren von Fleisch und Gemüse verwenden. Bei Fairment.de habe ich auch gesehen, dass sich der Scoopy nutzen lässt. Gerade, wenn Du schon länger Kombucha machst, hast Du vielleicht Teepilz über. Dünge damit Deine Zimmerpflanzen oder mach Dir eine reichhaltige Gesichtsmaske.

So, ich werde mich morgen erneut an eine Runde Kombucha-, Wasser- und Milchkefirfermentation wagen und dann eine kürzere Reifungszeit wählen. Hoffentlich entspricht das Ergebnis dann mehr meinen Erwartungen.