Ubud mit Kind – Vorbereitung und Organisation der Langzeitreise
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Langzeitreise Ubud mit Kind – Vorbereitung und Organisation

Langzeitreise Ubud mit Kind – Vorbereitung und Organisation

Mir fehlen die Worte zu beschreiben, wie es mir geht. Mit einem Ruck bin ich zurück in meinem Element. Ich reise. Ich pendle nicht zwischen Rishekesh und Eggenfelden. Nein, ich entdecke neue Paradise, lerne fremde Menschen kennen und bin auf mich allein gestellt. 

Mehr noch, ich habe die Verwantwortung für ein kleines Mädchen, was der Reise eine Prise Salz mitliefert. Wir sind am Mittwoch auf Bali angekommen und haben alles richtig gemacht.

Bali – ein Abenteuer

Die Einreise

Wenn Du einen längeren Aufenthalt in Indonesien planst, hast Du mehrere Möglichkeiten bezüglich des Visums. Du kannst entweder bei einer indonesischen Auslandsvertretung ein Visum beantragen, das bis zu 6 Monate verlängert werden kann oder Du bezahlst bei Einreise $35 pro Person und kannst maximal zwei Monate bleiben. 

Wir haben die zweite Lösung gewählt. Du musst das Geld am Flughafen in bar bezahlen. Es werden US-Dollar und Euro akzeptiert. Die Bezahlung erfolgt vor der Einreise. Weit und breit steht kein Geldautomat, stelle also sicher, dass Du Cash zur Hand hast. 

Es gibt mehrere Schalter, an denen die Pässe geprüft werden. Mit dem Visum für zwei Monate steht Dir eine extra Reihe „Visa on arrival“ zur Verfügung. Dort wartet kaum jemand und Du bist schnell durch. 

Das Visum musst Du dann vor Ablauf der ersten 30 Tage in der Hauptstadt Denpasar verlängern lassen. Es gibt wohl Agenturen, die sich darum kümmern. Ich werde auf jeden Fall nochmal berichten, wenn es bei uns soweit ist. 

Die Anreise und Unterkunft in Ubud

Mein Arbeitsplatz in UbudFür Langzeitmieter gibt es auf Bali zahlreiche Optionen schöne Unterkünfte zu finden. Es werden prächtige Villen mit mehreren Schlafzimmern und Pool vermietet oder auch einfachere Häuser für kleineres Budget. 

Ein klasse Tipp bezüglich der Wohnungsssuche in Ubud war die Facebook-Gruppe Ubud Rentals. Dort habe ich ein Inserat mit meinen Wünschen aufgegeben und innerhalb von 12 Stunden meine Traumunterkunft gefunden und reserviert.

Wir sind in einem kleinen Paradies angekommen. Ein malerischer Garten mit tropischen Gewächsen lässt das Gefühl aufkommen direkt im Dschungel zu wohnen. Auf der Terrasse haben wir eine Couch mit Tisch, Gaskocher, Spülbecken, Kühlschrank, Geschirr und einen Ess- bzw. Arbeitstisch. Der Blick schweift direkt über saftig grüne Stauden und bunte Blüten bis zum Pool. Sanftes Plätschern des Springbrunnen untermalt die friedvolle Idylle. Das Haus selbst besteht aus einem großen Raum mit kunstvoll geschnitztem Himmelbett, einem Holzschrank, einer Kommode, einer Kleiderstange und einem genialen Badezimmer mit Dusche und WC. 

Für Paare ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig keine Tür im Bad zu haben, für mich und meine Tochter macht es das Leben nur leichter, weil sie mir ohnehin stets zur Toilette folgt. 

Inklusive Gas, Personal, Wifi und Wasser kostet mich der Spaß 260 Euro im Monat. Das Paradies muss nicht teuer sein!

Die ersten Tage

Wir wohnen in Penestanan einem Teil von Ubud. Wunscherschön lässt es sich entlang der Reisfelder spazieren. Die liebevollen Details wie kunstvolle Opferschalen, Statuen und Blumen lassen mein Herz weit und weich werden. Schmetterlinge und Hunde begleiten uns auf den Erkundungstouren. Ich bin absolut im Flow. Ich fühle mich unglaublich ausgeruht und energiegeladen. Sogar mit Yoga habe ich wieder angefangen. 

In den Nächten herrscht keine Stille, was wir hören sind die Geräusche der Tiere und die Palmblätter im Wind. Es ist kühl hier und regnet viel, aber das macht die Stimmung irgendwie noch besser. Das Leben scheint mir eine Zwangspause aufzuerlegen. Wie bitter nötig diese ist, merke ich gerade. 

Ich habe den Beschluss gefasst nur noch sehr sporadisch erreichbar zu sein. Mir haben die vielen Stunden online nicht gut getan. Es ist wichtig wieder mehr auf mich selbst zu achten, mir Zeit für mich zu nehmen und nicht jeder Nachricht und jedem Kommentar hinterher zu hetzen.  

Fast hätte ich vom Mobiltelefon bis übers Bloggen alles aufgegeben, weil mir die letzten Wochen mit wenig Internet so gut getan haben. Aber ich möchte viel mehr eine gesunde Balance finden. 

Die riesen Spinne in unserem Garten auf BaliMir wird gerade in den letzten Tagen bewusst, wie wichtig viele Dinge für mich und meinen Körper sind. Der direkte Kontakt zur Natur und das alleine Reisen sind essentiell für meine Zufriedenheit. Als ich heute unter einer riesigen Spinne durchging wurde mir einmal mehr klar, wie weit mich mein Lebensstil in den letzten fünf Jahren persönlich gebracht hat. Meine Ängste, Vorurteile und Einschränkungen haben sich massiv abgebaut. Ich bin so frei, so erfüllt und so in Balance, dass jeder Schritt auf dem Weg der Richtige war. 

Und wenn ich daran denke, wie oft mir gesagt worden ist, dass ich vor meinen Sorgen nicht davon laufen kann, dann kann ich heute bestimmt und voller Sicherheit entgegnen, dass ich niemals davongelaufen bin. Ich bin ihnen vollgas entgegen gerannt und habe mich ihnen bewusst und tapfer gestellt. Wir haben uns die Hand geschüttelt und sind anschließend getrennte Wege gegangen. 

Nehmt den Menschen nicht den Mut oder die Sinnhaftigkeit des Reisens. Ladet ihnen nicht Eure Ängste und Unsicherheiten auf, indem ihr sie vor Gefahren warnt. Bestärkt die Leute auszubrechen und ihren Weg zu gehen, wenn es ihre Sehnsucht ist. Unterstützt sie mit positiven Gedanken und aufmunternden Worten. Denn wer den Ruf hört, ihm aber nicht folgt, der wird sein Ziel nie finden. 

This article has 1 comment

  1. pankaj karnwal

    Nice article thanks for sharing with us.

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