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Palmzucker - ein gesunder Zuckerersatz? Titelbild
Ernährung

Palmzucker – ein gesunder Zuckerersatz?

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Wie die meisten von Euch wissen, bin ich mit dem handelsüblichen Zucker und einer ganzen Reihe seiner befreundeten Ersatzprodukte auf Kriegsfuß. Naja, sprechen wir eher von einer Hassliebe. Ich bin hochgradig abhängig von der kristallinen Substanz und kämpfe mich zwischen totaler Abstinenz und 3 Muffins pro Tag durchs Leben. 

Vor kurzem habe ich im Supermarkt Palmzucker entdeckt, der als veganer Honigersatz dienen soll. Beim Kauf war ich einerseits happy ein neues Produkt gefunden zu haben, andererseits plagten mich Gewissensbisse – wird der Zucker in Monokultur angebaut und zerstört die Umwelt? Ist er für meine Gesundheit genauso bedenklich wie andere Ersatzprodukte beispielsweise Agavendicksaft etc.?

Nachdem die halbe Flasche mittlerweile geleert ist, habe ich mich mal ans Werk gemacht. Heute teile ich mit Dir meine wichtigsten Erkenntnisse.

Palmzucker – ein gesunder Zuckerersatz?

Palmzucker Die Herstellung

Palmzucker wird aus der Arenga-Palme gewonnen, dabei handelt es sich um eine Kokospalme, die zum Wachsen den Austausch mit anderen Pflanzen benötigt. Monokultur funktioniert also nicht. Bei der Nachricht ist mir ein beachtlicher Felsbrocken vom Herzen gefallen. Bei unserem Flug nach Malaysia habe ich wieder die riesigen Anbauflächen der Palmölindustrie gesehen. Es ist wirklich verheerend was da mit der Umwelt getrieben wird. Aber unser Palmzucker hier, hat damit nichts am Hut.

Der Sirup wird in einem einfachen Kochprozess, bei dem das Wasser verdampft, aus den Blüten gewonnen. Chemische Zusätze werden dafür nicht benötigt, weshalb man auch von einem natürlichen Zucker spricht.  

Der Geschmack und die Verwendung

Beim Geschmack denke ich an ein leicht säuerliches Karamell. Ich habe den Zucker in Sirupform gekauft, es gibt ihn aber auch als Pulver oder in Blockform. Mein Sirup ist dickflüssig und verändert seine Konsistenz nicht, egal ob im Kühlschrank oder bei 32°C Außentemperatur. 

Traditionell wird Palmzucker vor allem in der südostasiatischen Küchen eingesetzt. Wenn Du Lust auf ein paar typische Rezepte hast, dann empfehle ich die Seite der BBC, die haben dort eine ganze Reihe leckerer Gerichte beschrieben. 

Die gesundheitlichen Auswirkungen

Honig am HolzlöffelIm Palmzucker sind viele gesunde Nährstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium und Kalium enthalten. Außerdem stecken gesunde Antioxidantien, Vitamin B, Folsäure, Riboflavin und Thiamin in ihm. Insgesamt können 16 verschiedene Aminosäuren im Palmzucker nachgewiesen werden. Sie sind wichtig für ein gesundes Zellwachstum. 

Besonders erwähnenswert ist der vergleichsweise niedrige glykämische Index, der sich auf den Blutzuckerwert auswirkt. Je niedriger der glykämische Index, desto langsamer wird Nahrung verdaut, wodurch der Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigt und die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produzieren muss. Studien haben ergeben, dass Palmzucker einen glykämischen Index von 35 haben, im Vergleich zu Honig mit 55 und Industriezucker mit 68. 

So und jetzt zum Negativen. Auch der Palmzucker ist nicht zum täglichen Gebrauch geeignet, auch hier macht die Dosis das Gift. Hin und wieder ein Gericht mit einem Schuss der braunen Köstlichkeit sind ok, ansonsten wird aber auch dieser Zuckerersatz irgendwann auf die Hüften schlagen oder weitreichendere Auswirkungen haben. 

Deine Erfahrung?

Hast Du bereits mit Palmzucker gekocht? In welchen Gerichten schmeckt er Dir am Besten? Welche anderen Zuckerarten nutzt Du zum Süßen?

Wenn Du magst, dann lass mir doch einen Kommentar hier oder auf der Facebookseite. 

Liebe Grüße – Deine Julia von Trippingtribe

 

 

 

 

 

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