Wie Du fermentierst und dadurch gesünder lebst
Gesundheit

Wie Du fermentierst und dadurch gesünder lebst

Auf das heutige Thema „Fermentieren“ hat mich Sohee gebracht. Sohee ist Südkoreanerin und lebt in Indien. Ich habe sie auf unserer letzten Reise kennengelernt und sie ist eine wahre Fermentier-Expertin.

Das liegt zum einen an der traditionellen koreanischen Küche, in der viel fermentiert wird, aber auch an Sohee´s Hang zu alternativen Heilmethoden und gesunder Ernährung. Nicht umsonst hat sie einen weltweit angesehenen Ayurveda-Arzt zum Ehemann.

Ich hatte bis zu meinem ersten Besuch bei Sohee zuhause keinen Schimmer vom Fermentieren. Mittlerweile bin ich ein wenig schlauer und will Euch gerne an meinen neuen Erkenntnissen teilhaben lassen.

Was ist Fermentieren überhaupt?

Fermentiertes GemüseBeim Fermentieren von Lebensmitteln werden Zucker und Kohlehydrate durch Mikroorganismen und Enzyme in Alkohol, Gase und Säuren umgewandelt. Hört sich irgendwie nicht so gesund an, aber wenn man bedenkt dass durch diesen Prozess Leckereien wie Wein und Bier entstehen, dann spitzen sich die Gourment-Öhrchen doch sofort.

Das Fermentationsprinzip wird seit hunderten, wenn nicht tausenden von Jahren von der Menschheit angewandt, um Nahrungsmittel länger haltbar zu machen. Über die letzten Jahrzehnte hinweg ist diese Technik etwas in Vergessenheit geraten, erlebt aber gerade wieder einen ganz großen Boom. Und bei Boom wollen wir doch sicherlich alle mit dabei sein, oder?

Nein Quatsch! Mir ist es völlig egal, ob Fermentieren zur Zeit cool ist oder nicht, ich bin einfach scharf auf Mikroorganismen in der Küche – Punkt.

Welche Nahrungsmittel sind fermentiert?

Der ganz große Klassiker in der deutschen Küche ist das Sauerkraut. Ich meine nicht das pasteurisierte & homogenisierte Zeug aus Glas oder Dose, ich spreche vom selbstgemachten Sauerkraut. In vielen Metzgereien gibt es offenes Kraut zu kaufen, das per Fermentation hergestellt wurde und großartig schmeckt.

Weitere fermentierte Nahrungsmittel sind:

fermentierte Nahrungsmittel und Getränke Übersicht

Was ist am Fermentieren gesund?

Ich finde, wenn man etwas von Mikroorganismen, Alkohol, Gasen und Säuren hört, dann macht das auf Anhieb keinen so positiven Eindruck. Aber da irrt man schnell.

Fermentierte Lebensmittel unterstützen eine gesunde Darmflora.

Eine Frau beim Fermentieren in der KücheWie machen die das? Ganz einfach! Fermentierte Nahrungsmittel sind leichter verdaulich, weil sie durch den Gärprozess bereits als vorverdaut gelten. Der in Lebensmitteln enthaltene Zucker wird außerdem bei der Fermentation bereits abgebaut, so dass auch dadurch eine wesentlich schonendere Verdauung möglich ist.

Buttermilch, Kefir, Kombucha & co. enthalten viele probiotische Bakterien, Ballaststoffe und Enzyme, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Zeitgleich sollen sie auch noch den Appetit zügeln und dadurch beim Abnehmen helfen. Hmmmm, vielleicht sind deshalb viele Asiaten so schlank?

Beim Fermentieren bleiben zudem viele Vitamine erhalten, die das Immunsystem stärken und uns gesund halten. Klingt gut, oder?

Einige Quellen mutmaßen sogar, dass die gesunde Wirkung von Soja einzig auf der Fermentation beruht und nur durch diesen Prozess enthaltene Giftstoffe abgebaut und die gesunden Inhaltsstoffe wirken können.

Meine Experimente

Genug des spröden Vorgeplänkels, jetzt geht es ans Eingemachte – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe beschlossen mich an einige Experimente zu wagen, einige davon leicht gruselig.

Joghurt

Joghurt machen sollte eigentlich ganz einfach sein, aber ich habe es vermasselt. Es kommt hier anscheinend auf genaueste Arbeitsweise und vor allem die richtige Temperatur an – Pi mal Daumen ist hier nicht angesagt. Ich habe also ein Joghurtthermometer bestellt und mache mich demnächst an den 2. Versuch.

Frau mit einem Kombucha Pilz in der Hand

Spookie Kombucha Pilz

Milchkefir, Wasserkefir und Kombucha

 Von allen drei Sorten habe ich jeweils den entsprechenden Pilz bestellt, den man für den Gärprozess braucht. Vor allem der Kombucha-Pilz sieht echt spookie aus und ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich in der Wohnung haben will. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Falls Ihr auch gerne die Pilze haben wollt, dann schaut doch mal auf Ebay-Kleinanzeigen. Vor allem in größeren Städten verschenken nette Menschen Pilze oder ihre Nachzuchten. Ansonsten gibt es auch immer wieder auf verschiedenen Plattformen gute Angebote. Wichtig ist, dass Ihr auf Bioqualität achtet. Ach ja, und gebt dem Organismus einen Namen, dann ist er sicher weniger gruselig.

To be continued

Jetzt wisst Ihr schon mal Bescheid was Fermentieren ist und wofür es gut ist. Sobald meine Päckchen ankommen, werde ich mich ans Ansetzen machen und Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Dran bleiben 😀

Quellen:

https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/fermentieren-183761.html

https://www.essen-und-trinken.de/fermentieren

https://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/zach-c-miller/labortests-zeigen-verbindung-zwischen-sojaprodukten-und-krebs-vier-gewichtige-gruende-ab-heute-au.html