Digitales Nomadentum

Wie wir immer die richtige Entscheidung treffen

China? Unterrichten? Biobauer werden? Brötchen backen? Digitaler Nomade?
Mir brummt der Schädel. Wir stehen gerade vor einem gewaltigen Berg an Entscheidungen. Dabei handelt es sich nicht um Kleinigkeiten, es geht hier um unsere Zukunft. 

Wie wir immer die richtige Entscheidung treffen

Der falsche Weg

Es gab Zeiten in meinem Leben, die waren die Hölle. Ich hatte einen guten Job, den ich hasste. Mein Chef war ein Vollidiot (nicht Du, MBA und schon gar nicht Du CZ!!!) – jetzt kann ich es ja sagen.

Ich hasste es jeden verdammten Morgen aufzustehen. Je näher ich dem Freitag kam, desto heller wurde die Stimmung. Jeder Zentimeter im morgendlichen Berufsverkehr war eine Qual. Alle Zellen meines Körpers appellierten zur Heimfahrt. Wenn ich im Büro oder beim Kunden war, dann fragte ich mich, was ich dort eigentlich machte. Ich sah überhaupt keinen Sinn in meinem Tun. Tagsüber trank ich literweise Kaffee, ging pünktlich alle 1,5 Stunden zum Rauchen. Zum Abendessen gab´s die obligatorische Flasche Wein und noch mehr Kippen. Wenn ich es mir so recht überlege, fing diese Misere bereits während der Ausbildung an. Es wurde im Studium nicht besser. Und danach erst recht nicht. Ich fühlte mich immer falsch. 

Auf der Suche nach dem Glück probierte ich alles Mögliche aus – Karriere, Weiterbildung, Partys. Ich flitzte eine zerstörerische Spirale hinunter und konnte die Fahrt nicht stoppen. Bis zu dem vermutlich wichtigsten Abend in meinem Leben. 

Der Schubs in die richtige Richtung

Es war ein Herbstabend. Ein Samstag im Jahr 2011. Ich traf mich nach einer halben Ewigkeit mit alten Freunden. Besser gesagt Freunden meines Ex-Freundes. Seit der Trennung hatten sich unsere Wege nicht mehr gekreuzt. Die Trennung war für mich die Hölle gewesen. Und nach über einem Jahr kannte ich immer noch nicht den Grund für das Beziehungsende. Vermutet hatte ich den Betrug immer. An diesem Abend wurde er mir dann durch Zufall bestätigt. Nach über einem Jahr. Als mein Ex und ich uns gerade wieder anfingen zu treffen und leise Hoffnung in mir aufkeimte… Arschloch! Jetzt kann ich es ja sagen. 

Jedenfalls war ich zum Einen erleichtert, zum Anderen auch traurig und lost. Dann traf ich Jesus.Jesus wie ich ihn mir vorstelle

Nein, natürlich nicht DEN Jesus. Meine Freunde und ich zogen weiter in die nächste Bar und ich sah einen Kerl. Den fand ich toll! Die Freunde wollten wissen, was denn an dem so toll sei. Er sah aus wie Jesus. Mein Alkoholpegel hatte mich sowieso schon in eine Sphäre katapultiert, in der Schüchternheit nicht mehr existierte. Ich sprach ihn also direkt an.  

Er kam gerade aus Australien, ein Langzeitreisender, ein Wiederholungstäter. Wir redeten die ganze Nacht. Zwei Wochen später kündigte ich meinen Job. Die beste Entscheidung meines Lebens. 

Wie ich heute meine Entscheidungen treffe

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Ich habe viele östliche und westliche Lehren studiert. Hab Übungen gemacht, meditiert, geschrieben und geschwiegen, mich aus der Welt zurückgezogen, reflektiert und von anderen gelernt. 

Ich habe nicht die universelle Wahrheit gefunden, aber ich habe Methoden kennengelernt, die mich immer die richtige Entscheidung treffen lassen.  

Gut, wir stehen also gerade vor einem großen Wendepunkt in unserem Leben. Bisher sind wir ja mehr oder weniger unfrei gewesen, weil wir hier so viel Organisatorisches zu erledigen hatten. Das ist jetzt durch. Wir sind verheiratet, die Vaterschaft ist geklärt und alles ist Friede-Freude-Einheitsbrei – naja, nicht ganz. 

Es gibt im Moment für uns viele Optionen –  wir haben ein klassisches Luxusproblem. Glücklicherweise haben mein Mann und ich die gleiche Wunschvorstellung vom Leben. Das macht vieles leichter.

Wenn ich heute eine wichtige Entscheidung treffe, dann frage ich mich immer: „Was würde ich tun, wenn ich unendlich viel Geld hätte?“ Was der Antwort am nächsten kommt, wird gemacht.

Beispiel gefällig? Hier, bitteschön:Entscheidungshilfe Geld

 

Die Entscheidung? Ich habe China erstmal abgesagt – was mir echt nicht leicht gefallen ist.  Es wäre die richtige Entscheidung vom Kopf her. Das Einkommen wäre garantiert und das Risiko gleich Null.

Aber unser Traum war immer eine Biofarm und wir lieben Indien so heiß und innig, dass es oft körperlich weh tut, so weit weg zu sein. Man mag das Heimweh nennen. 

Warum das immer der richtige Weg ist?

Ich bin der Meinung, dass Entscheidungen, die aus dem Bauch heraus getroffen werden, niemals falsch sein können. Wenn wir auf unsere Wünsche und Sehnsüchte hören, dann gehen wir den Weg, der für uns bestimmt ist. 

Wenn ich auf meinen Verstand gehört hätte, dann wären wir letztes Jahr sicher nicht mit Baby nach Indien geflogen. Mein Verstand hat damals nämlich Zeter und Mordio gebrüllt, ist im Dreieck gesprungen und hat mir Angst gemacht.

Aber mein Bauch und mein Herz wollten Indien unbedingt. Im Nachhinein die absolut richtige Entscheidung. Ich habe das Gefühl, dass diese Reise notwendig war. Ich konnte ganz viele Themen abschließen und ganz viel Neues entdecken. 

Es gibt noch weitere Übungen, die ich bei schwierigen Entscheidungen mache. Das macht riesen Spaß und hilft gleichzeitig weiter.

Ich habe mir überlegt, die nächsten Monate ein kleines Heftchen mit meinen Lieblings-Entscheidungsfindern zu erstellen – gratis für Dich. Gibts demnächst im Newsletter. 

Alles Liebe 

Deine Julia von Trippingribe

 

Randbemerkung Marketing:
Falls Du Dich fragst, was zur Zeit bei Trippingtribe los ist. Gut aufgepasst!

Ich nehme an Marketing-Coachings teil und ändere deswegen immer wieder Titelbilder, drehe Live-Videos, setze Meilensteine etc. 
Trippingtribe ist mein Baby und ich möchte ihm einen klaren Fokus geben. Deshalb probiere ich gerade viel aus.

Falls Du Anregungen, Tipps und Kritik hast, dann bitte schreib mir. Ich kann nur lernen und mich weiterentwickeln, wenn Du mir Feedback gibst. Was liest Du am Liebsten (unsere Alltagsgeschichten / Gesundheitsthemen / Do-it-yourself etc.). Was magst Du an anderen Blogs gerne? 

Lass mir einen Kommentar hier bzw. schick mir eine Nachricht per Mail (julia.trippingtribe@gmail.com) - wie Du magst. 

Danke Dir :-)

Bildquelle:

Titelbild: Flickr / Fotograf: sacks08/ 01 Januar 2008

Hippiebild: Bildquelle: flickr / fotograf misselejane / 19 April 2012 / Titel hinzugefügt von trippingtribe.de

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