Gesundheit

Wundermittel Kokosöl! Was ist wirklich dran?

Kokosöl DMKokosöl scheint gerade ganz groß im Kommen zu sein. Ständig stolpere ich über Artikel oder Empfehlungen diesbezüglich.

In Asien wird die Kokosnuss ganz vielseitig verwendet. So habe ich in Indien gelernt, dass die Kokosnuss wegen der Mineralien gut bei Durchfall und Dehydrierung ist. In Indonesien wurde mir gezeigt, dass der Saft der Frucht ein Segen bei jedem verkaterten Kopf und Magen ist.

Die Frauen in Indien verwenden Kokosöl zur Haarpflege – die Inderinnen haben vermutlich die schönsten Haare der Welt!

Auf meinen Asienreisen habe ich selbst immer ein Fläschchen Kokosöl im Gepäck, damit die Haare von Meer und Sonne nicht so spröde werden.

Kokosöl – ein Wundermittel?

Soviel also zu meinen Vorkenntnissen bezüglich des „weißen Goldes“. Weil ich ständig mit der Nase auf das Thema Kokosöl gestoßen werde, habe ich dann doch mal genauer nachgeforscht.

Kokosöl soll helfen gegen:

  • Alzheimer
  • Karies
  • Akne und Pickel
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Falten
  • Herpes
  • Zecken, Läuse, Flöhe und Mücken
  • Würmer
  • Pilzbefall
  • Warzen
  • Krebs
  • Parkinson
  • Diabetes

Puh, das ist eine ganz schön lange Liste. Ich neige eher dazu skeptisch zu werden, wenn mir jemand solch ein Wundermittel andrehen will.

Ich habe also weiter recherchiert und es gibt tatsächlich Studien, die alle oben genannten Wirkungen bestätigen. Naja, Studien können auch geschönt werden und die jeweilge Probandenanzahl und Studiendauer mögen auch die Ergebnisse beeinflussen.

Was allerdings bei allen Studien, die ich gelesen habe, festgestellt wurde ist, dass Kokosöl Aminosäuren und Antioxidantien enthält, sowie eine antimikrobielle Wirkung hat.

Aminosäuren? Antioxidantien? Antimikrobielle Wirkung?

Die drei „A´s“ hat man schon einmal gehört, aber was versteht man darunter konkret?

Aminosäuren: Sie sind in der Lage Gewebe, Organe, Haut und Haare zu bilden. Aminosäuren regulieren einen Großteil der Stoffwechselprozesse im Körper. Hormone und Antikörper bestehen aus ihnen, somit sind Aminosäuren für eine funktionierende Immunabwehr unabdingbar. Der Körper kann Aminosäuren nicht herstellen, weshalb wir sie von außen zuführen müssen. Hier kann Kokosöl als wichtiger Lieferant dienen.

Antioxidantien: Sie fangen freie Radikale ein. Freie Radikale sind in der Regel Sauerstoffmoleküle, die ein freies ungebundenes Elektron besitzen. Diese Moleküle mit ungebundenem Elekton zerstören die meisten Arten von Gewebe insbesondere auch die DNA. Der Alterungsprozess steht im Zusammenhang mit der Zerstörung durch freie Radikale. Antioxidantien schützen somit vor Hautalterung und sogar vor Krebs.

Antimikrobielle Wirkung: Antimikrobielle Substanzen hemmen das Wachstum von Mikroorganismen und töten diese ab – mit Ausnahme von Viren. Antibiotika fallen unter anderem unter antimikrobielle Substanzen.  

Für mich steht fest, dass Kokosöl viele Inhaltsstoffe hat, die die Gesundheit fördern. Ich würde jetzt nicht auf Kokosöl als Wunderwaffe gegen schwere Krankheiten setzten, aber sicherlich kann es helfen vorzubeugen.

Ich mag den leckeren Geruch und Geschmack, immer schwingt ein Hauch Urlaubsgefühl mit.

Die Anwendung von Kokosöl

Innere Anwendung

Zur inneren Anwendung soll man jeden Tag einen Teelöffel des Öls zu sich nehmen. Entweder kann man den direkt essen oder beim Kochen verwenden. Die im Kokosöl freigesetzten Ketone beeinflussen übrigens auch den Fettabbau und führen zu einem langfristigen Effekt beim Gewichtsverlust.

Äußere Anwendung

Ich verwende Kokosöl jetzt bei der täglichen Körperpflege, als Gesichts- und Körpercreme sowie zur Haarpflege. Seit kurzem versuche ich mich wieder im Ölziehen, dafür nehme ich auch das Kokosöl. Mehr zum Thema Ölziehen findet Ihr hier: https://trippingtribe.de/das-zuckerfrei-experiment-woche-4/ 

Außerdem creme ich unsere kleine Hippo nach dem abendlichen Bad mit Kokosöl ein. Es stärkt den Schutzmantel der Haut, wirkt entzündungshemmend und lässt die Kleine herrlich nach Bounty duften.

 

 

Kritik am Kokosöl

Es gibt tatsächlich viel Kritik, auch bezüglich der Wirkung. Ich hafte nicht für irgendwelche Schäden oder Informationen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen.

Mein größter Kritikpunkt ist der Anbau und die möglicherweise damit verbundene Zerstörung des Regenwaldes.

Im Gegensatz zu Palmöl wird Kokosöl noch etwas nachhaltiger produziert, weil es häufig von Kleinbauern hergestellt wird. Sollte allerdings die Nachfrage steigen, dann werden sicher große Produzenten auf den Trend aufspringen. Für Massenanbau wird Regenwald abgeholzt und mit Monokultur zugeschissen werden. Was das für Flora und Fauna bedeutet, sieht man bisher beeinduckend am Beispiel Palmöl.

Deshalb mag ich Kokosöl verwenden, aber setze mich durchaus mit den negativen Aspekten auseinander.

Wer den Nachhaltigkeitsgedanken in seine Kaufentscheidung mit einbeziehen mag, dem empfehle ich „100 Pro Bio“ Kokosöl aus biologischer Herstellung.